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Was können Zoos tun?

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Weltweit besuchen pro Jahr etwa 600 Millionen Menschen einen Zoo. Eine einzigartige Gelegenheit, sie über die Gefährdung der Tierwelt durch den Bushmeat-Handel aufzuklären - wie es diese Ausstellung tun soll!

Aber die Zoos können mehr tun:

 

1.) Herkunft von Zootieren
Moderne, wissenschaftlich geleitete Tiergärten übernehmen Verantwortung für den Schutz und Erhalt der Wildtierbestände. In Europa gibt es für 133 Tierarten ein EEP. Weit über 90% der Säugetiere in europäischen Zoos sind bereits im Zoo geboren. Nachzuchttiere aus EEPs werden - wenn möglich - wieder ausgewildert.
Die Mitglieder des Europäischen Zooverbandes EAZA tauschen ihre Tiere bei Bedarf untereinander aus. Nur noch in Ausnahmefällen (z. B. Beschlagnahmung geschmuggelter Tiere) kommen Wildfänge in die Zoos. Die heutige Zoopolitik, keine Tiere bedrohter Arten mehr der freien Wildbahn zu entnehmen, ist auch im "Code of Ethics" von EAZA verankert.

2.) EAZA-Bushmeat-Kampagne
Auf der EEP-Jahreskonferenz 1999 in Basel gründete sich die EAZA-Bushmeat-Arbeitsgruppe, ein Jahr später (September 2000) wurde offiziell die EAZA-Bushmeat-Kampagne gestartet, die von IFAW (International Fund for Animal Welfare) finanziell unterstützt wird. Europaweit informieren die Zoos ihre Besucher über das Problem des Wildfleischhandels. Außerdem werden Spenden zur Unterstützung von Projekten zur Lösung der Bushmeat-Krise gesammelt (siehe Punkte 3. + 4.). Die EAZA-Bushmeat-Arbeitsgruppe steht aber auch in engem Kontakt mit anderen Bushmeat-Arbeitsgruppen, wie Ape Alliance und Bushmeat Crisis Task Force (BCTF), an der vor allem amerikanische Zoos und Naturschutzorganisationen beteiligt sind.

Petition
Am 8.11.2001 wurde die EAZA-Bushmeat-Petition mit mehr als 1,9 Mio.
Unterschriften an das Europäische Parlament übergeben. 2002 wird sie auch an die
Politiker der betroffenen afrikanischen Staaten übergeben. Mehr zur Kampagne
Über den aktuellen Stand der Bushmeat-Kampagne werden Sie auf der EAZA-Webseite informiert.

3.) Spenden
Wenn Sie Geld für die Bekämpfung des Bushmeat-Handels spenden wollen, können Sie es auf das Konto der EAZA überweisen:
Fortis Bank
Konto 80.66.04.409
SWIFT code: GEWA-NL-2R

Diese Spenden werden von der EAZA an drei von der von der EAZA-Bushmeat-Arbeitsgruppe ausgewählte Projekte weitergeleitet (siehe Punkt 4.).

 

4.) Von der EAZA-Bushmeat-Arbeitsgruppe wurden 3 Projekte aus den Bereichen Forschung, Schutz und Umwelterziehung ausgewählt.

Projekt 1: Pan African Sanctuary Alliance (PASA)
Bisher 17 Waisenstationen verschiedener Träger haben sich in Afrika zur gegenseitigen informellen und finanziellen Unterstützung zusammengeschlossen. Umwelterziehung, Forschung und Schutz gehören zu ihren vornehmlichen Zielen.

Projekt 2: Forschung im Dja-Faunenreservat/Kamerun
Die Forscher Philippe Auzel und Jef Dupain wollen versuchen, in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung eine kommunale Wildtierzone zu etablieren, die 70 qkm umfasst und nicht im geschützen Bereich liegt. Daten zu den dort lebenden Gorillas und Schimpansen und menschlicher Einfluss soll erfasst werden.

Projekt 3: Schutz von freilebenden Menschenaffen
Die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe unterstützt die Wildhüter der Nationalparks, in denen Gorillas leben, mit Ausrüstung. Landkauf, Senibilisierungsmaßnahmen und das Engagement lokaler Initiativen werden finanziell gefördert. Die Aktivitäten erfolgen in Absprache mit anderen internationalen Schutzorganisationen und lokalen Behörden.

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© Wilhelma 2000